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Off Topic => Bücherecke => Thema gestartet von: Jela am 2013-06-09, 12:21:40

Titel: Kurzrezensionen
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:21:40
Hallo,

ich hab ein paar Bücher gelesen, über die ich gerne ein Meinung äußern würde, aber für ne richtige Rezension reicht mir irgendwie die Zeit nie aus.
Also hier ein paar Kurzrezensionen zu echten Büchern, Hörbüchern und eBooks.

Titel: Mark Staats: Aufstieg einer Heldin
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:22:06
Mark Staats, Aufstieg einer Heldin, Paperback
Was erst mal klingt, wie ein Buch mit einem ernst zu nehmenden Frauencharakter entpuppt sich als alles mögliche.

Story:
Eine Prinzessin ist in einem Turm eingesperrt, der von 2 Drachen bewacht wird,  und muss gerettet werden. der Held macht sich auf den Weg. Die Prinzessin wird ungeduldig und rettet sich kurzerhand selbst.

Setting:
Da ich davon ausgehe, dass das, was nicht im Buch beschrieben wird auch in der Welt nicht vorkommt (will sagen: wenn ne mittelalterliche Burg beschreiben wird, alle Leute reiten und es nur Schwerter, Bögen und Armbrüste gibt, dann gehe ich erst mal nicht davon aus, dass es nebenher auch ein Raumfahrtprojekt gibt, das der Autor nur gerade nicht erwähnt), spielt das ganze in einer klassischen Mittelalter-Fantasy-Welt.

Genre: humorige Fantasy

Schwächen:
Reden wir mal nicht über das Cover. Reden wir mal nicht über eimerweise Tippfehler. Reden wir mal nicht darüber, dass einige Dinge erst am Ende des Buches erklärt werden und man bis dahin dachte, es sei ein Fehler. Reden wir auch nicht davon, dass der Heldin einige Geistesblitze zweimal kommen. Wovon reden wir dann?
Der Erzählstil ist sehr modern. Wenn in einer Mittelalter-Fantasy-Welt die Helligkeit des Lichtes mit einem 2000 Watt Strahler verglichen wird oder die Geschwindigkeit mit der von Formel 1 Boliden, dann passt das für mich nicht zusammen.
Es hagelt Klischees. Leider nicht so, dass es witzig ist, sondern so, dass man denkt "es musste unbedingt alles in ein Buch passen". Heraus kommt etwas, was etwa so ansprechend ist, als würde man sich einen Pizza-mit-Nachtisch-Smoothie machen. Weniger wäre mehr gewesen.
Es gibt alles von besoffenen Göttern, schwulen Drachen (Siegesfeld und Joy), dummen gierigen Zwergen, Waffengeilen Helden (Raffahello von Feehero), Casting-Show-Anspielungen, schuhbesessenen Frauen, McGyver-Anspielungen, und und und und viele davon sind mit einem halben Satz abgefertigt, denn es müssen ja noch ein paar mehr Sachen ins Buch pasen.
Für ein humoriges Buch finde ich es unpassend, dass es völlig okay ist, dass aberhunderte Elfen wahllos hingemetzelt werden, weil ihre Prinzessin ne blöde Ziege ist. Massensterben ist nie witzig, aber vielleicht sehe ich das zu eng.
Genauso unwitzig finde ich es, wenn Leuten, die mit vor Erstaunen aufgerissenen Mündern nach oben starren, von den Leuten, die auf dem angestarrten Drachen über sie hinwegfliegen von oben in die besagten aufgerissenen Münder gekotzt wird.
Das ist nicht witzig, das ist eklig. Und zwar so richtig.
Bis auf einen Charakter (das Pferd des Helden) kann ich keinen so richtig leiden.

Fazit:
Wenn ihr gerne einen Kleinverlag unterstützen wollt und ein Buch kaufen möchtet, nehmt nicht dieses.
Titel: Neuromancer
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:31:35
Neuromancer, deutsches Hörbuch

Eigentlich hätte es richtig gut sein können.
Die Story ist gut, die Sprecher sind gut, die Musik ist okay.

Warum ist es dann nur so halb gut geworden?

Die Lautstärke-Unterschiede sind sehr groß. Entweder, man versteht die leisen Teile kaum oder es wird bei den lauten Stellen echt laut.
Aufgrund der leisen Stellen ist es nicht für die Autofahrt geeignet, wegen der lauten nicht so gut für abends im Bett. Badewanne funktioniert als Hör-Ort, Sofa wahrscheinlich auch, ist aber nicht von mir getestet.

Die Übersetzung ist etwas problematisch.
Am Anfang eines Kapitels werden besondere Worte oder Personen vorgestellt, dabei wird oft das englische Wort beibehalten, was ich gut finde. Eine Erklärung ist z.B. "Coffin - sehr kleines Hotelzimmer" (das ist kein genaues Zitat). Leider sagt der Erzähler dann "Sie stand am Ende des Sarges", was erstmal irritierend ist, denn noch ist niemand gestorben.
Auch wird ein Charakter, je nachdem, ob der Erzähler oder ein Sprecher den Namen sagt, entweder 2Three-Jane" oder "Drei-Jane" genannt.
Schade.
Damit ist ein Hörbuch, dass richtig gut hätte sein können, nur noch ganz okay.
Und am Schluss fehlt ein wichtiger Teil, den ich dann im Buch nachgelesen habe, weil ich das eEnde sonst nicht verstanden hätte.
Nochmal Schade.
Sonst sehr schön.
Titel: Book of Deacon
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:45:34
The Book of Deacon, Amazon eBook für 0 €

Genre: klassische Fantasy

Hier muss man ein paar Dinge hinnehmen. Auserwählten fallen manche Dinge eben leichter als anderen.
Es gibt viele Charaktere, die sich in ihrem Klischee bewegen, aber gerade die Hauptcharaktere (von der Protagonistin mal abgesehen) sind vielschichtig, in ihren Motiven nicht klar gezeichnet (sie haben welche, aber die erfahren wir noch nicht) und man weiß nicht immer, wer zu den guten und wer zu den Bösen gehört.
Die Story an sich ist banal genug: Es herrscht seit Generationen ein sinnloser Krieg (dessen Ursache tatsächlich benennt wird), es gibt vier auserwählte, die zusammen den Krieg beenden können sollen und irgendwie hängt da auch ein magisches Schwert mit drin (das die Protagonistin früh findet, aber auch wieder verliert).
Mindestens einen der Auserwählten lernen wir in diesem Band kennen - großes Interesse am Ende des Krieges scheint der jedoch nicht zu haben. Das gefällt mir persönlich sehr gut.
Am Anfang kommen nur Menschen vor, mit der Zeit kommen Drachen, Zwerge, Elfen, Feen, Meerjungfrauen und das ganze Gesocks dazu, spielen aber keine allzugroße Rolle.
Und bei den Drachen darf man dann auch nicht zu sehr drüber nachdenken. Ein weiser alter Drache unterweist die Protagonistin in Magie. Soweit so gut. Sie hat auch einen kleinen Drachen bei sich, frisch geschlüpft. Und der weise, alte - mächtige - Drache sagt der Protagonistin sinngemäß über ihren weiblichen Jungdrachen: "wenn du gut auf sie achtest wird sie die treu dienen"
Ich hätte jetzt gedacht, dass der Drache da vielleicht etwas gleichberechtigter denkt und den Jungdrachen als Freund/Partner der Protagonistin sieht und weniger als Wachhund, aber naja.

Am Anfang kam ich etwas schwer in die Geschichte rein, aber dann hat es funktioniert.
Ich hab das Buch sehr gern gelesen und werde mich bald auf die Suche nach Teil 2 (und eventuell 3) machen, denn natürlich hört die Geschichte in der Mitte auf.
Titel: Herr der Laternen
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:51:18
Herr der Laternen von Thilo Corzilius, Amazon eBook, Leihbücherei

Genre: Urban Fantasy

Eine traurige Novelle vom glücklichsten Mann der Welt.
Eine schöne Geschichte von einem Mann, dem alles gelingt, bis er sein Glück verliert, der alles verliert wegen der Frau, in die er sich verliebt. Oder: Der Mann verliebt sich in einen Stern, der zu ihm geschickt wurde, um ihm sein Glück zu nehmen.

Ich finde die Novelle wunderschön erzählt und - bis auf das ende - richtig gut.
Das Ende hat mir zu viel von einem eingreifenden Gott, Moral und all sowas, aber bis auf die letzten paar Seiten eine wirklich schöne, mystische aber doch sehr real erzählte Geschichte, über die ich nur durch Zufall gestolpert bin.
Titel: Into the Hereafter
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 12:54:35
Into the Hereafter von Theo Cezar, Amazon eBook für 0 €

Was soll ich sagen? Ich habs nicht verstanden. Ewig langer Prolog (was bei 18 Seiten auf meinem reader echt schwierig ist), dann einstieg in die Geschichte die dann plötzlich und unerwartet endet.
Genre? Keine Ahnung.
Lohnt sich auch für kein Geld nicht.
Titel: Caution, Witch in progress
Beitrag von: Jela am 2013-06-09, 13:02:29
Caution, Witch in Progress von Lynne North, Amazon eBook für 0 €

Genre: Fantasy, ein bischen Urban, aber das fällt kaum auf.

Ich hab erst 13 Kapitel durch aber ich bin schon gut unterhalten. Eher ein Jugendbuch, denke ich, als für die erwachsene Leserschaft gemeint.
Gertie ist eine junge Hexe, die in einem Hexendorf aufwächst, wo alle entweder Hexen oder Hexenmeister sind. Den normalen Sterblichen ist das auch lieber so, denn wer will die schon bei sich im Ort haben?
Gertie ist von Geburt an ein schock für ihre Mutter. Rosige Haut, nicht der leichteste Gelbstich! Die Nase klein und zierlich, die Locken blond, und nicht mal die Familienwarze! Sie liebt ihr Kind trotzdem. Auch wenn sie so gar nicht schlecht ist. Auch wenn sie es nicht schafft, anderen Warzen anzuhexen, sondern nur, Frösche von ihnen zu befreien.
Aus schierer Verzweiflung schicken sie das Kind auf die Akademie, das in diesem Jahr auch weniger begabte Schüler aufnimmt, gegen ein Entgelt.
Gertie soll hier lernen, wie man Grimassen schneidet, donnernd grollt und andere verhext. Aber das will sie eigentlich gar nicht.

Ja gut, hier wird ein Klischee umgedreht und das vielleicht auch nicht besonders originell.
Aber es ist schön erzählt, immer mal was zum schmunzeln dabei und liest sich einfach nett.
Nicht anspruchsvoll oder erleuchtend, aber nett.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

EDIT: So, jetzt bin ich durch.

Zugegeben, der alte "wie überliste ich einen Dschinn/Magier/Dämon"-Trick (Ich wette du kannst nicht...) ist ein alter Hut, den ich nur grummelnd verzeihe, weil er das Problem nicht wirklich löst. Aber warum kann nicht mal ein Autor, der darauf zurückgreift, das thematisieren, indem der Anwender denkt "hier würde da keiner mehr drauf reinfallen, aber vielleicht kennt der Dschinn/Magier/Dämon den Trick nicht...."?

Wie dem auch sei, ich kann das Buch trotz allem wärmstens empfehlen.
Weil die Außenseiter, nachdem sie Helden wurden und jetzt von den normalen respektiert werden, trotzdem lieber unter sich bleiben, weil die anderen vorher ganz schön gemein waren.
Weil es nett zu lesen ist, wie Gertie sich abmüht, ich schlechtestes zu geben, aber sowas einfach nicht in sich hat.
Aber das sind nicht die Hauptgründe. Für jemanden wie mich, der sich recht stark mit sympathischen Protagonisten identifiziert, mit-zittert und mit-bangt ist dieses Buch wie Urlaub. Weil Gertie, auch wenn ihr echt viel nicht gelingt, trotzdem grundsätzlich einfach gut gelaunt ist. Und auch wenn ihr jemand die gute Laune verhagelt, dann hält das nicht lange an. Nicht, weil sie naiv und unrealistisch ist, sondern weil sie einfach voll Zuversicht ihr Bestes gibt.
Neben all den anderen leidenden, sich quälenden Helden wider willen, vor denen es in der Fantasy so wimmelt, ist das eine gelungene Abwechslung.
Titel: Antw:Kurzrezensionen
Beitrag von: Kirstin am 2013-06-11, 20:41:30
Witch in Progress klingt ja niedlich! So kurz sind einige der Rezies doch gar nicht! :) Waren auf jeden Fall interessant! :)
Titel: Antw:Kurzrezensionen
Beitrag von: Jela am 2013-06-24, 21:06:12
Es kommt auch sicherlich noch mehr, ich les ja jetzt viel in der Bahn ;)
Und mit "kurz" trickse ich mich auch ein wenig selber aus. Dann weiß ich "ich muss nicht viel schreiben" und fange wenigstens an. Länger wird es dann von alleine ...
Titel: Descent Series
Beitrag von: Jela am 2013-07-06, 20:27:55
The Descent Series von SM Reine, Amazon ebook Teil 1-3 für 0 €, Teil 4-7 für kleines Geld

Genre: Urban Fantasy mit Splatter

Normalerweise bin ich ja ein großer Freund von netter Fantasy mit zwischenmenschlichen Beziehungen und all sowas.
The Descent Series ist alles mögliche, aber nicht nett.

Elise Kavanagh und James Faulkner sind Dämonenjäger. Nein, das trifft es nicht ganz. Elise und James sind ein Team, Kopis und Aspis, Schwert und Schild, Kriegerin und Hexenmeister, aneinander gebunden. Davon gibt es auf der Welt mehrere. Der Job solcher Teams ist es, grob gesagt, die Balance zwischen Dämonen, Engeln und Menschen zu wahren. Möglichst, ohne dass normale Menschen davon viel mitkriegen.
Die Dämonen tun, was Dämonen üblicherweise tun, sie streben die Weltherrschaft an - oder zumindest so viel Macht und Reichtum, wie sich eben anhäufen lässt.
Die Engel sind in diesem Fall keineswegs die Gutewichte. Sie intrigieren eifrig, versuchen, das Abkommen von Dis zu brechen (das die Regeln für das Zusammenleben definiert) und wenn irgend möglich, Gott zu töten.
Es ist wohl wenig erstaunlich, dass hier mit dem biblischen Hintergrund etwas freier umgegangen wird. Garten Eden, Adam, Eva, Lillith, der Apfel, Mnemosyne, man muss damit rechnen, dass sich das hier anders liest als im Religionsunterricht. Vielleicht hat die Autorin sich auch deswegen für die alternative Schreibweise Metaraon, statt Metatron, entschieden.
Und es kommt in den mittleren Bänden noch eine ganz eigen three letter agency, die UKA, Union of Kopides and Aspides dazu, die den verdacht nahe legt, dass die Autorin nicht allzuviel von diesen agencies hält.

Mir gefällt sehr gut, dass die Bösen - oder, nennen wir sie, die Gegenspieler - auch keine Einheitsbreigruppen sind, sondern auch untereinander nicht immer einig sind. Ob Rebellen in der Hölle, Unstimmigkeit zwischen Engeln oder Verrätern in der UKA, es passt eben nicht eine Schablone auf alle. Und die Gegenspieler verlieren, wenn sie verlieren, nicht, weil sie einfach zu dumm sind und besser das Evil Overlord Handbuch gelesen hätten.

Im Laufe der Geschichte, in der über Flashbacks bzw. eine alternative zeitliche Erzählebene immer mehr Einzelteile aus der Vorgeschichte raus kommen, erfahren wir auch, dass Elise etwas anders ist. Das erfahren wir schon recht früh, deswegen ist das kein rechter Spoiler. Weibliche Kopides sind selten und sie ist ziemlich fähig, was daran liegt, wofür sie ausgebildet wurde. Das erfahren wir aber erst später, also psssst!
Es wird eigentlich ständig gemetzelt, gehexelt und gehäckselt, verstümmelt, amputiert, enthauptet, gehäutet, Blut und Gedärme quellen aus jeder Seite.
Aber ich fand es nicht eklig. Zum einen, weil Elise die meiste Zeit ausgesprochen unemotional auf diese Dinge reagiert, zum anderen, weil sie teils recht fachkundig und weniger bunt beschrieben sind ("esophagus" musste ich nachschlagen) und außerdem, weil es irgendwie zu spannend war, um mich zu ekeln.
Es sterben Menschen, die man lieb gewonnen hat, und solche, die man nicht so recht leiden mag. Hauptcharaktere haben verborgene Motive, die erst im letzten Buch raus kommen, und es gibt auch die ein oder andere unvorhergesehene Wendung.
Man kann nicht nach einem Buch aufhöre, weil die Bücher nicht jedes in sich abgeschlossen sind.

Wer nach den sieben Bänden genug hat, kann aber aufhören, da es einen Abschluss hat, auf dem man die Sache stehen lassen kann.
Wer nicht genug hat, auf den wartet entweder die Fortsetzungsreihe, oder, wenn man viel mehr will, erst die andere Hälfte, auf der die Fortsetzungsreihe aufbaut, die ein Cross-over aus zwei Reihen ist.
Ich habe nach dem siebten Band erst einmal aufgehört, um etwas weniger aufreibendes zu lesen.

Mit anderen Worten:
Wer es auch mal etwas düsterer mag und nichts dagegen hat, wenn die Protagonistin oftmals ebenso finster und berechnend ist, wie die, gegen die sie antritt (und sich von der freien Interpretation des biblischen Hintergrundes nicht abschrecken lässt), dem kann ich die Reihe wirklich sehr empfehlen. Nicht "schön" aber "schön spannend". Und ab und an etwas abgefahren.
Titel: Evermen Saga
Beitrag von: Jela am 2013-07-06, 22:23:13
Evermen Saga von James Maxwell, Amazon eBook, erster Band 0 € (jetzt 0,89 €), danach kleines Geld

Genre: Fantasy Epos

Band 1 "Enchantress" hab ich jetzt durch, Band 2 "The Hidden Relic" hab ich erworben und bin dran.
In dieser Welt gibt es - bisher zumindest, keine "echten" Fabelwesen wie Einhörner oder sowas, aber halt schon fremdartige Vögel oder kleinwüchsige Naturvölker.

Wir sind im Tingaran Empire, zunächst im Haus (= Staat) Altura. Jedes Haus hat ein Lexicon, in dem die magischen Runen des Hauses festgehalten sind. Mittels dieser Runen kann jedes Haus seine ganz eigene Art der Magie wirken: Die Runen werden mit einer besonderen Essenz auf einen Gegenstand aufgetragen und können dann durch Aktivierungsformeln aktiviert werden. Dabei verbraucht sich die Essenz mit der Zeit. Die Arten der Magie sind, unter anderem, Verzauberung (sowas wie leichte Rüstungen, Heizsteine und sowas), Illusion, Elementarmagie (laufende Bäume und Feuerbälle), sowas wie mechanische Artefakte (Kampfkolosse, gesteuerte Konstrukte) und dergleichen mehr.

Ella und Miro wachsen als Waisen bei einem alten Soldaten auf. Ellas Traum ist es, auf die Akademie zu gehen und die Runenmagie zu lernen Miro will Bladesinger werden. Schaffen beide auch. Damit fängt der Ärger aber erst an.

Welcher Ärger?
Jemand stiehlt den Häusern ihre Lexica - wenn die Magie der Bücher nicht erneuert wird, geht auch die Wirkung aller Runen des Hauses flöten.
Und jemand fängt einen Krieg an.
Damit wird aus einer beschaulichen Geschichte zweier Waisen ein Epos mit riesigen Schlachten und fiesen Intrigen. Dabei bleibt das Buch zum Glück recht unepisch, man muss sich also keine siebenenundvierzig Namen merken und es geht auch nicht die ganze Welt unter sondern nur das Empire.
Und natürlich treten die Waisenkinder ihr großes Erbe an.

Was es mit dem Spion (der beim ersten Auftauchen leider schon das Wort "Spion" auf der Stirn stehen hatte) noch auf sich haben wird, werde ich vielleicht in Band zwei erfahren.
Auch, wie man dem fiesen Intriganten das Handwerk legen kann.
Und ob der Wüstenprinz Ella ihren Verrat verzeiht.
Und was mit Ellas bester Freundin Amber, in die Miro verliebt ist, passiert ist, nachdem sie ihrem Mann aufs Schlachtfeld gefolgt ist. Und ob Amber und Miro sich je ihre Liebe gestehen.

Es ist trotz aller kleinen Schwächen und großen Klischees schön zu lesen, eine in sich stimmige, seltsame Welt, die noch Raum für Überraschungen hat - es gibt nicht kartographierte Gegenden, vielleicht noch andere Kontinente, von einigen Leuten weiß man nicht, ob sie tot sind, oder war davon fälschlicherweise ausgegangen.
Schön ist, dass es welt- beziehungsweise Empire-typische Flüche oder Ausrufe gibt, schade ist dann wieder, dass die gleichen zwei, drei Begriffe/Redewendungen von allen benutzt werden. Das lässt aber gegen Ende des Buches auch nach und wird dadurch weniger plakativ.

Die Schlachten sind spannend und actionreich, kein ewiges herumtaktieren und beschreiben.
Man sieht die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln, erfährt aber doch nicht alles, ein paar Geheimnisse bleiben.

Ich habe erstmal nur Band 2 gekauft, noch nicht Band 3. Wenn der zweite Teil es schafft, ein paar Dinge zu beantworten, andere oder neue Dinge offen zu lassen und die Charaktere weiter so, naja, vielleicht nicht vielschichtig und hintergründig aber doch glaubwürdig und sympathisch bleiben, dann bleib ich wohl auch dabei. Außer, das Drama nimmt doch noch echt epische Ausmaße an und es muss mal wieder die ganze Welt gerettet werden, durch Aufgaben, die stets das menschenmögliche beinahe übersteigen.

Band eins hält - für mich - gut die Waage zwischen unüberwindlichen Hemmnissen und plausiblen Lösungen, zwischen durchschaubaren Klischees und sympathischen Charakteren. Die Helden sind nicht immer nur total heldenhaft, manchmal haben sie auch einfach Glück.

Ich melde mich, wenn ich mit Band zwei der Evermen Saga durch bin.
Titel: Warum so viele Amazon eBooks?
Beitrag von: Jela am 2013-07-09, 20:08:30
Nur falls sich jemand fragt:

Die meisten Bücher gibt es nicht nur als Amazon eBook oder überhaupt als eBook sondern auch als Taschenbuch.
Ich schreib nur dazu, als was ich es gelesen habe.
Titel: Evermen Saga Teil II
Beitrag von: Jela am 2013-07-09, 20:24:45
The Hidden Relic, Teil 2 der Evermen Saga von James Maxwell, eBook für kleines Geld

Teil 2 hält, was Teil 1 versprochen hat! Sehr schön.

Wilde Schlachten wechseln sich ab mit der Erzählung der Geschichte, zwischenmenschlichen Höhen und Tiefen, die Leute, die wir in Band 1 mögen gelernt haben, kommen wieder vor, die Fiesewichte genauso. Außer denen, die wirklich tot sind.

Der Platz, der in Teil 1 gelassen wurde, wird auch genutzt, indem noch ein weiteres Haus auftaucht, von dem vorher noch keiner was gesagt hat - was aber auch plausibel erklärt wird. Und es kommt auch nicht verwirrend viel neues dazu, sondern ein neues Haus mit einer neuen "Magiesorte", da verliert man nicht gleich den Überblick.

Charakterentwicklung findet nicht wirklich statt, was ich persönlich aber auch nicht allzu hinderlich finde.
Klar, es werden alle älter und so, aber die dickköpfige Ella bleibt dickköpfig, der wackere und mutige Miro muss zwar schwere Entscheidungen treffen, bleibt aber wacker und mutig, Amber behält das im letzten Band gefundene Rückgrat. Es bleiben sich alle treu. Und es wird nicht kapitelweise das Innenleben oder die schwere Kindheit beleuchtet (und wenn mal die Kindheit vorkommt, dann nur kurz), wenn man eigentlich wissen will, wie es jetzt an dem anderen Schauplatz weiter geht.

Es werden ein paar "Red Shirt Crew Members" eingeführt, bei denen ich sofort dachte "o-oh, der/die ist bestimmt demnächst tot", aber wenn man kaum Hauptfiguren sterben lässt, dann braucht man mehr frische Randfiguren. Klar soweit.

Okay, und man muss damit leben, dass die Guten halt die Guten sind und dadurch, dass sie für die gerechte Sache kämpfen natürlich kämpfen, als wären sie hundert, statt nur zehn, oder so, aber wer öfter Fantasy liest hat sich damit wahrscheinlich eh schon arrangiert.

Am Ende erfährt man etwas mehr über den Hintergrund, wer die Evermen waren, warum sie jetzt weg sind, was es mit den einzelnen Büchern der Runen auf sich hat ... aber so wie alle Erklärungen betten die sich gut in die Geschichte ein, weil neugierigen Charakteren Dinge erklärt werden, nicht, weil sich einer hinsetzt und sagt "jetzt mal alle aufgepasst!".

Das Ende ist meiner Ansicht nach auch ein sehr schönes Ende.
Die losen Enden, die nicht tot oder anderweitig nicht greifbar sind, sind zusammen, es ist soweit erst mal alles geregelt, der Wiederaufbau kann beginnen. Wer noch nicht genug hat bekommt im Epilog natürlich noch ein Preview darauf, warum es noch mindestens einen dritten band gibt, aber man kann hier auch gut Schluss machen, wenn man erst mal was andere lesen mag. Kein fieser Cliffhanger.

Sich hier vom ersten Band anfixen zu lassen wird also keine endlos-Reise. Nach dem ersten band hätte ich nicht aufhören mögen, nach dem zweiten les ich jetzt erst mal was anderes.

Je nachdem, wie es mit dem anderen läuft, komm ich auf Band 3 zurück...
Titel: A Theft of Magic
Beitrag von: Jela am 2013-07-12, 18:48:32
Theft of Magic, von D.L. Altason, eBook für 0€

Kurzgeschichte, Urban Fantasy

Ehm, nee. Nee, nee, nee. Diese Kurzgeschichte kostet euch vielleicht nur eine halbe Stunde eures Lebens, aber denkt daran: diese Zeit bekommt ihr nie wieder zurück.
Also: Ein paar zauberkundige Leute tun sich zusammen um aus einem Museum Meteoritengestein zu klauen. Warum? Weil Meteoritengestein "Spark" enthält, und das braucht man, um komplexere Zauberformeln zu laden.
Kaum hat man sich die Namen gemerkt sind die auch schon im Museum eingestiegen, haben das Zeug geklaut und einer der Gruppe hat alle anderen umgebracht und die Geschichte ist zu Ende.
Was n Glück.

Nicht lesen!
Titel: Last Fall
Beitrag von: Jela am 2013-07-12, 19:12:41
Last Fall von Dean Jen, eBook für 0 €

Genre: Ninja-Fantasy-irgendwas

Okay. Um es kurz zu sagen: Lest es nicht, außer euch ist langweilig und ihr wollt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Das Englisch ist mehr als holprig, unregelmäßige Verben sind dem Autor nicht vertraut, Grammatik an sich eh nicht so recht und vieles wird eher phonetisch geschrieben. Da steht "threw" statt "through", "apart" statt "a part" und anderes in Häufungen.
Teilweise wird es dadurch ungewollt komisch. Zwei schwarze Panther greifen den aktuellen Protagonisten an after "eyeballing" him für ne Weile. Kann man sagen, kommt aber seltsam.
Optisch ist noch anzumerken, dass die an- und Abführungen als als kleine Kästchen mit zahlen drin dargestellt werden und die Hälfte der Apostrophe auch.

Aber kommen wir zum Inhalt:
Es gibt verschiedene Schulen von Ninjas. Jede Schule hat eine eigene Farbe (Wasser ist blau, Sand ist orange, Feuer ist rot ....)
Jede Schule hat eine Spezialität. Die Clear Ninjas können beispielsweise selbst unsichtbar werden oder ihre Waffen unsichtbar machen, was ihnen im Kampf einen unschlagbaren Vorteil verschafft. die Orange Ninjas hingegen können gut mit Sand und können gläserne Waffen herstellen, die quasi unsichtbar sind, was ihnen im Kampf einen unschlagbaren Vorteil verschafft. Aber ich verliere mich wieder in Details...

Die erste Hälfte des Buches wird darauf verwendet, ein paar Schulen nacheinander vorzustellen, in kurzen Episoden. Erst nach etwa der Hälfte (ich glaube mehr) kommen die Geschichten dann zusammen, sodass man annähernd versteht, wofür man das davor alles gelesen hat. Das ist ein bisschen spät.

Das Buch hat die ein oder andere erzählerische Schwäche (ach, echt jetzt?). Ein Ninja trifft in einer Höhle auf einen anderen Ninja der sagt "ich bin dein Bruder!". Der erste Ninja sagt "glaub ich nicht" und geht. Wieder daheim denkt er sich "oh, jetzt glaub ichs doch!" und erzählt seinem Meister von dem Schatz, den sein Bruder sucht. Als der Autor merkt, dass der Bruder in der Höhle gar nichts von nem Schatz erzählt hat, fällt dem ersten Ninja ein, dass sein Bruder früher schon davon besessen war. Soso.

Die Grünen Ninjas sind die einzigen, die nicht sofort alles glauben, was man ihnen sagt. Die reden mit Tieren und Pflanzen und so. Die greifen immer erst mal an, am besten opfern sie noch ein, zwei Tiere, bis sie dann doch glaub, dass die anderen gar nicht die Bösen sind. Oh, Tschuldigung...

Die anderen Ninjas glauben echt - alles. "Ein roter Ninja hat unsere Schule angegriffen, jetzt vernichten wir die Roten" sagt ein gelber Ninja. Alle anderen "Oh ja, macht mal, das wird schon so in Ordnung sein. Aber he, die Roten sind mehr als ihr, dann helfen wir euch ein bisschen".
Oder "He wir kommen drei Jahre aus der Zukunft, wir waren in einer Zeitschleife" und die anderen "Echt? Ist ja voll der Wahnsinn!".

Mitten drin hört das Buch auf mit den Worten "to be continoued" und ich denke, "besser nich, ey".

Das Buch ist anscheinend nicht übersetzt, sondern ist so. Schade. Es liest sich, als würde ein Kind eine Geschichte erzählen, etwas naiv, nicht immer zusammenhängend und auch nicht unbedingt logisch.

Es hätte nett sein können.
Die Ninjas heißen alle nach dem Gebiet, in dem sie gut sind. Die Gelben Ninjas könne mit Licht und heißen Brilliance, Chromaticity und Luminescence, die Grünen Ninjas heißen Birch oder wie andere Bäume, die Sandninjas heißen alle nach Orten (warum? was weiß ich) also London, Ontario und Wales, die Erdninjas nach Gesteinen. Aber ach, was helfen putzige Ideen, wenn man nichts draus macht?
Hätte man die Geschichte der Gelben Ninjas am Anfang als Kurzgeschichte steehn lassen, wäre es besser gewesen.

Wer also dachte, ich wär weich geworden und fänd jetzt alles gut, der hat sich getäuscht. Ich hatte nur zwischendurch mehr Glück.
Titel: Telling Time
Beitrag von: Jela am 2013-07-16, 20:32:25
Telling Time von Kathleen Morrison Boehle, eBook für 0 €

Genre: Urban SciFi (gibt es das?), Kurzgeschichte

Eine knackige kleine Kurzgeschichte, mit ca. 45 Minuten ist man dabei, alles spielt innerhalb einer kleinen Firma, man geht nicht vor die Tür - außer virtuell.
Trotzdem lernt man nicht nur die Hauptfigur etwas kennen sondern auch die eigentlich ziemlich coole Idee der Geschichte.
Eine kleine Technologieentwicklungsfirma hat eine Entdeckung gemacht, die die Archäologie und Geschichte revolutionieren kann - oder der Spionage völlig neue Möglichkeiten eröffnet.
Ich will nicht zu viel verraten, denn die Geschichte ist, meiner Ansicht nach, lesenswert.
Natürlich gibt es in der Technik logische Löcher, durch die man einen Traktor fahren könnte, vielleicht werden diese Löcher aber auch nur nicht gestopft, weil dafür die Zeit zu knapp ist.
Nett geschrieben, im Rahmen von SciFi realistisch und unterhaltsam. Wirtschaftlicher Konkurs, persönliches Drama und Fragen der wirtschaftlichen Ethik schön komprimiert. Könnte auch der Auftakt von was längerem sein, muss es aber nicht.

Geld ausgeben würde ich dafür nicht, aber das ist bei Kurzgeschichten eh immer ein heikles Thema. Eine einzelne verkauft sich schlecht. Für einen Roman der Autorin würde ich schon Geld in die Hand nehmen.
Titel: The Light of Eternal darkness
Beitrag von: Jela am 2013-07-16, 20:38:56
The Light of Eternal Darkness von BJK Brown, eBook für 0 €

Genre: vage Endzeit, Kurzgeschichte.

Hier ist man nach ner Viertelstunde durch und fragt sich, warum man das gelesen hat.
Die Geschichte ist nicht wirklich schlecht. Ein Mensch wurde von den Robotern gefangen, die das Ende seiner Welt bedeutet haben.
Außer seinen Gedanken hört man nur am Anfang einmal eine Stimme.
Der Mensch sitzt an einen Stuhl gefesselt allein in einer Zelle und wartet auf den Tod.

Geschichte zu Ende.
Wer sich jetzt wundert hat was mit mir gemeinsam.

Was mir an der Geschichte gefällt ist, das der Hauptcharakter nicht alles weiß. Die Zelle ist nicht aus Beton, sondern aus Beton oder etwas, das wie Beton aussieht. Der Stuhl ist "irgendwie" an den Boden geschraubt. Das ist erheblich glaubwürdiger, als manch andere Beschreibung die man so liest.
Auch die Stimmung, die aufgebaut wird, ist gut gemacht.
Aber mir isses zu kurz, so als eine Geschichte.

Unter dem coolen Namen hatte ich mir mehr vorgestellt.
Titel: Through Rain and Missing Mantaurs
Beitrag von: Jela am 2013-07-16, 20:57:51
Through Rain and Missing Mantaurs von Jeanne Marcella

Genre: Fantasy, Romanreihe

Das ist ein erster Teil von einer Reihe. Anfangs hab ich mich etwas schwer getan, was auch daran liegt, dass ich immer etwas holpere, wenn Charaktere seltsame Namen haben. Die Hauptcharakterin heißt "Horsemeat", und ja, das fand ich seltsam.
Später dann nicht mehr, als klar war, Horsemeat ist ein Mischling, halb Mensch, halb Zentauer, und Mischlinge werden nicht so hoch angesehen. Da macht der Name Sinn.
Einmal darüber hinweg hat mich das Buch mitgenommen, und ich weiß nicht mal, warum, weil es fast alles hat, was ich an Büchern furchtbar finde.
Es kommen zu viele Personen vor. Lange nicht so viele, wie bei Game of Thrones, aber reichlich. davon sind einige Menschen, einige Zentauren, einige Mischlinge, einige miteinander verwandt, oder verheiratet (man kann zwei Ehepartner haben, was das ganze nicht einfacher macht), haben eine Tarnidentität angenommen und sind eigentlich wer ganz anderes und es ist schon komplex.
Außerdem wissen einige Leute von anderen Leuten, dass sie eigentlich wer ganz anderes sind, haben aber versprochen, es keinem zu sagen, was dazu führt, dass andere Leute denken, jemand anderes hätte eine Tarnidentität, obwohl der tatsächlich ist, wer er ist.
Unterschiedliche Leute halten zu verschiedenen stellen im Buch verschiedene andere Leute für wen anders, bis sich am Ende tatsächlich klärt, wer wer ist.
Klingt verwirrend? War es gar nicht so schlimm, wie man jetzt meint.
An einer Stelle sagt jemand sinngemäß "Aber das Gespräch, dass wir bei Hendrick zu Hause geführt haben, muss unter uns bleiben". da war ich raus. Ich war froh dass ich wusste wer von wem dachte, wer der ist und wer es in Wirklichkeit ist und warum. Über das "wo" wollte ich mir nicht auch noch Gedanken machen. Macht aber auch nichts.

Es ist nicht nur eine verwickelte Identitätenfrage, es ist auch eine verzwickte Situation. Das Abkommen zwischen Menschen und Zentauren muss erneuert werden, dafür braucht man einige ganz spezielle Personen: Einen Keykeeper, einen Locksmith und drei Mantauren. Dann müssen die Geburtsmale der Mantauren von den Mantauren entnommen werden (das läuft irgendwie magisch) und in eine Karte eingesetzt werden, die jemand anders auf den Rücken tätowiert hat (mehr Magie, hoffe ich, sonst bäh). Dann kann man aus der Karte ablesen, wo das Abkommen sich befindet, dahin Reisen und es erneuern. Und damit verrate ich noch nicht wirklich was, denke ich.

Da aber keiner weiß, wer wer ist und die die es wissen, es nicht verraten, dauert es etwas, bis man am Ende des Buches zwar weiß, wer wer ist, aber nicht, ob man genug Mantauren hat.

Die Geschichte ist etwas abgefahren und actionreich erzählt, man kommt kaum zu Atem und deswegen ist es auch egal, wenn man mal irgendwo nicht genau weiß, wer wem warum was nicht sagt. Manchmal möchte man einen schütteln und sagen "Spucks aus!", aber so viel Zeit hat man gar nicht.

Mitreißend, seltsam, teilweise grausam und wirklich spannend.

Mit anderen Worten: Lest es nicht! Teil 2 kommt erst 2014 raus und ich will doch *jetzt* wissen, wie es weiter geht.
Die Autorin hat aber noch andere Sachen geschrieben, vielleicht gucke ich mich da demnächst mal um.
Titel: Oddities
Beitrag von: Jela am 2013-07-17, 19:55:47
Oddities von Larry Kollar, eBook für 0 €, jetzt 0,89 €

Genre: SciFi und Fantasy, Kurzgeschichtenanthologie

Ich lese ja selten freiwillig Kurzgeschichten. Die Einzelgeschichten, die hier in den Rezensionen auftauchen, hab ich gelesen, weil ich halbwegs wahllos 0 € Bücher geladen hab und nicht immer darauf geachtet habe, ob es ganze Bücher oder Kurzgeschichten sind.
Hierbei dachte ich, es sei eine Anthologie verschiedener Autoren, isses aber nicht.
Aber gut ist es, das Buch.
Es sind fast 30 Geschichtem die erste Hälfte Fantasy, teils Urban, teils High, die zweite Hälfte Science Fiction, teils mit Aliens, teils mit virtueller Existenz und es ist alles dabei.
Wer sich schon länger mal zu nem Lied, einem Roman, Gedicht, Bild inspirieren lassen wollte: lest das Buch. Es ist vollgepackt mit interessanten Ideen, einige nur knapp skizziert, andere schön ausgearbeitet, abwechslungsreich, findig und gut erzählt.
Finde ich auch für gigantische 89 Cent sehr lesenwert.

Und: Per "Blick ins Buch" kann man bei Amazon die ersten vier Geschichten Probelesen, um zu gucken, ob einem der Stil gefällt.
Titel: The farther Side of Away
Beitrag von: Jela am 2013-07-23, 20:49:43
The farther side of Away von Signey Jack Cullen, gelesen als eBook für 0 €

Genre: Bibel-Fantasy (gibts nicht? hat n Grund)

Dieses Buch hat es definitiv in meine Top 10 der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe geschafft. Ich habe diese Top 10 sogar eigens für dieses Buch eröffnet, damit es einen Platz hat, an den es gehört.
Dieses Buch ist, ihr ahnt es, nicht wirklich gut.
Nehmen wir mal an, es wäre mir egal, wenn jemand keine englische Grammatik kann, was es nicht ist. Nehmen wir mal an, mir würde nicht immer ein Zucken im Nacken entstehen, wenn jemand Sachen schreibt wie "he was been away for long".
Nehmen wir weiterhin an, ich hätte nichts dagegen, wenn alle Nase lang Teile vom vorhergehenden Satz im nächsten genau so wieder verwendet werden, so, als müsse man mir alles ganz langsam erklären. Weil ich es nur ganz langsam verstehe, wenn Teile vom vorhergehenden Satz im nächsten genau so wieder verwendet werden.
Nehmen wir außerdem an, ich fände es nicht schlimm, wenn in einer Schlacht ständig Personen das erste mal auftauchen, in einem Absatz kurz die Beziehung zu ihrem jetzigen Gegner erläutert wird, nur damit einer von beiden dann im nächsten Satz stirbt.
Selbst wenn wir uns zusätzlich noch zu der Annahme versteigen ich käme nicht ins Grübeln, wenn jemand einem anderen ein Messer "in den Kopf" sticht, oder jemanden den oberen Teil des Schädels abreißt, weil das einfach nicht so richtig funktioniert.
Wenn wir das alles haben, dann kann es mich auch nicht erschüttern, dass explizit darauf hingewiesen wird, dass, obwohl Person A gerade Person B mit gaaanz viel Kraft gegen die aus Stein gemauerte Wand eines Gebäudes geworfen hat, trotzdem keine Teile der Steine absplittern (wieso sollten sie auch, jetzt mal ehrlich?).
Aber darauf hinzuweisen,dass jemand sehr belesen ist und trotzdem einen feinen Sinn für Humor hat, das scheint mir verwegen. Das geht ja gar nicht.
Menschen die lesen sind humorlos.

Worum es eigentlich geht?
Es geht um Adam und Eva, ja der Adam und die Eva und ihre Kinder Cain, Abel, Seth, Elam und die anderen 29. Und deren Kinder. Und deren Kinder. Und um den Teufel, Gott und die Welt.

Adam und Eva sind unsterblich.
Gott hat ihnen gesagt, dass sie irgendwann mal einen siebenjähriger Krieg gegeneinander führen werden in dem alle Leute auf der Erde sterben. Und wenn Adam und Eva nicht nur die ersten sondern auch die letzten sind, dann können sie auch sterben.
Wir erleben den Tod von Cäsar, die Querelen danach, wir besuchen Jesus und haben Teil an reichlich Massakern auf der Welt.
Nach 5000 Jahren Unsterblichkeit haben Adam und Eva genug und zetteln den Krieg an.
Gegeneinander.

Warum?
Adam ist ein Werwolf und Eva ein Vampir und die mögen sich nunmal nicht.
Die Kinder von Adam und Eva sind auch alle Werwölfe oder Vampire (Abel: Vampir, Cain: Werwolf, Seth: Vampir ...)
Kriegen Vampirpärchen Kinder, kriegen sie kleine Vampire. Werwolfpärchen bekommen kleine Werwölfe und Mischbeziehungen kriegen Menschen (außer es sind Adam und Eva. Gegen Ende des Buches wird behauptet, das sei unlogisch)
Je weiter die in der Erbfolge von Adam und Eva weg sind um so "verdünnter" wird die Blutlinie, Werwölfe sind dem Mond unterworfen, Vampire müssen Blut trinken und können nur Nachts mal raus.
Werwölfe sind rassistische Grüppchenkämpfer (schwarze Werwolfsfrauen stehen ganz unten), Vampire sind da eher gemeinschaftlich.

Der Verlauf der Handlung ist, was soll ich sagen, hanebüchen. Es wird gekämpft und gekämpft, in London, in Frankfurt (Werwolfstadt) und Düsseldorf (Vampirstadt), in Russland, vor Teheran ... mal mögen die Werwölfe es kalt, mal warm, ist doch mir egal.
Und noch was, was mich aufregt: die Personen werden durch die Bank weg als "fighter" bezeichnet. Nicht auch mal "warrior" oder "soldier" (obwohl von Armeen die Rede ist), oder als "combatant, neee ein Wort reicht für ein paar hundert Seiten.
Am Ende kommt raus, dass Gott gelogen hat und Adam und Eva auch von den Kindern, die sie betrogen haben, getötet werden können. Besagte Kinder tun das auch, Buch zu Ende. Was n Glück.

Wer also noch immer vom "ich find Vampire und Werwölfe so toll"-Virus befallen ist, dem mag dies als Gegenmittel dienen.

Aber wahrscheinlich bin ich nur zu belesen um den feinen Humor zu erkennen.
Titel: Shadowangels
Beitrag von: Jela am 2013-07-24, 20:02:26
Shadowangels von CC Masen, Original-Deutsch, gelesen als eBook für 0 €

Genre: Engel-Erotik

Oookay. Oder eher oh, oohhh, oooooooh-kay?
Die Story: Die Shadowangels bewachen die Menschheit. Der Bösewicht, also der Teufel, in menschlicher Gestalt auf der Erde als Mr. Santanos, Geschäftsführer von Hell's Inc (dafür gibt es von mir ein zweifaches Mu-ha-ha), will, naja, was der Teufel so will.
Er plagt die Welt mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis. Das letzte Beben ist so heftig, dass- und jetzt kommts - durch Plattenverschiebung etc im Meeresboden Risse entstehen und sich Berge auftürmen, die verhindern, dass das durch die Tsunamis an Land gespülte Wasser wieder zurück ins Meer fließen kann. Dadurch - lasst es euch auf der Zunge zergehen - sammelt sich alles Wasser auf einer Hälfte der Erdkugel, die durch dieses Ungleichgewicht aus ihrer Umlaufbahn geschleudert wird.

Und da sag nochmal einer, Erotikromane hätten keine plausible Handlung.

Natürlich sind das unschuldige junge Mädchen, das nichts als einen Koffer voll Dessous besitzt und der reiche Earl schon seit Urzeiten füreinander bestimmt.
Und durch ihre Vereinigung (jaja) werden seine Flügel, das Erbe seines Shadowangel-Vaters manifestiert und er wird die himmlischen Heerscharen anführen, die Welt mit Flügelschlagluftzug wieder in ihre Umlaufbahn zu bringen.
Sie wird dadurch zur Königin der Sterne und kann damit der guten Waage sagen, sie soll die Erde wieder zurechtdrücken, damit das mit dem Wasser wieder läuft.

Fast alle in diesem Buch sind wunderschön, total heiß und halbnackt. Es gibt alles von Petting über Videosex bis zu echtem Sex.
Die Marmelade ist superlecker, die Fummel sind heiß, die Sprache eher für ein jugendliches Zielpublikum.
Heiß her geht es zwar, auch richtig, aber nicht dauernd.

Ich empfehle das mal nicht zum lesen, weil ich nicht 13 bin, manche Dinge doch zu sehr an den Haaren herbei gezogen fand und hauptsächlich im Bus lese.
Aber wer sowas mag kann sicher schlimmeres lesen als Barbara Cartland meets Engelkram.
Titel: Neue Rezis
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:36:19
Soo, ich hab natürlich fleißig weiter gelesen...
Und ihr dürft gerne kommentieren, ich seh doch, dass hier mitgelesen wird ;)
Titel: The Wishing Tree, Peter Nuttall
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:37:39
The Wishing Tree, Peter Nuttall, gelesen als eBook für 0 €

Genre: Fantasy mit einem Hauch Urban

Ein nicht allzu ernstes aber nett erzähltes Buch.

Ein unfreiwilliger Held fällt durch ein Loch in eine fremde Welt, das kommt da öfter vor. Alle denken, dass er die Prophezeiung erfüllen wird und die Welt vor den bösen Flüchen rettet. Der Held lehnt seine Heldenrolle ab und will nur Heim. So weit so wenig neu.

Im Laufe der Geschichte finden wir heraus, was es mit den Flüchen auf sich hat, warum Bürokratie Leben retten kann, warum Baba Yaga keine Fragen mag und lernen allerlei seltsame Gestalten kennen. Was mir persönlich mehr als einen Schmunzler wert war. Ob es jetzt die Prinzessin ist, die das Sumpfmonster besticht, sie zu entführen, damit sie, epischer Kausalität getreu, von einem Prinzen gerettet werden kann, der sie dann, den gleichen Gesetzen folgend, heiraten muss, oder der König, der behauptet, durch eine Tür in fremde Welten gelangen zu könne, obwohl er sich nur davon schleicht, ums ich mal richtig zu betrinken oder irgendeine andere der vielen bunten Gestalten, es steckt viel Liebe zum Detail und erfrischend wenig Respekt vor Klischees in dem Buch.

Der Held ist auf der Suche nach dem „Wishing Tree“, da dieser eine Frucht tragen soll, die dem, dem sie in die Hand fällt, jeden Wunsch erfüllen kann. Auch den, nach Hause zu kommen.

Am Ende gibt es für einige ein Happy End, für andere nicht, so, wie sich das gehört.

Ich werde sicher nicht anfangen, Bücherläden nach Peter Nuttall zu durchsuchen, aber dieses Buch hat mich durchaus gut unterhalten. Ein bisschen wie Popcornkino: Nicht die große Erfüllung aber angenehm kurzweilig.
Titel: The Cornerstone, Nick Spalding
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:38:35
The Cornerstone, Nick Spalding, gelesen als eBok für 0 €

Genre: Urban Fantasy

Bibliotheken sind in unserer Welt nicht gerade ein Ort der Ehrfurcht, des Respekts und der Erhabenheit. Unser Held landet nur in der städtischen Bibliothek weil seine Mutter wollte, dass er auch mal aus seinem Zimmer kommt und es regnet und sonst nicht viel los ist. Das ist noch nicht ganz so spektakulär, obwohl auch der Einstieg schon mit einem schönen trockenen Ton kommt, als Gegenpol zum Wetter.

Über einen kleinen Umweg findet Max dann auch heraus, dass einige Bücher Tore zu anderen Welten sind. So auch „The Cornerstone“. In dieser anderen Welt trifft Max auf ein Mädchen, das ihn bittet, ihre Welt zu retten. Außer ihr glaubt keiner, dass die Welt in Gefahr ist, bis es tatsächlich passiert … soweit wenig überraschend. Und Max hat auch keine Lust, die Welt zu retten und glaubt auch nicht daran, dass man mit Worten etwas bewegen kann, also, Wortmagie üben. Denn in dieser Welt sind Worte machtvoll und Bibliotheken sind Orte, an denen die Magie der Worte gebündelt werden.

Wie das Mädchen aus der anderen Welt in Max Welt reist, um ihn doch noch zu überzeugen, ihre zu retten, wie Max lernt, die Wortmagie zu nutzen und sich mit dem Cornerstone anfreundet, wie Kloschüsseln zu Waffen werden und was Max Opa damit zu tun hat, das sei jedem selbst überlassen, herauszufinden.

Trotz übler fieser Monster, dummer Handlanger der bösen Gegner und erstaunlich vielen Klischees ist das Buch so unterhaltsam und einnehmend geschrieben, dass mir vieles davon erst jetzt beim Schreiben bewusst wird.

Wenn mir nochmal ein e-Book von Spalding über den Weg läuft bin ich gerne bereit, dafür auch was zu bezahlen. Wenn es ein bisschen wie The Cornerstone ist, dann ist trockener Humor und gute Unterhaltung zu erwarten.
Titel: The Crescent Stone, Grace McNally
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:39:23
The Crescent Stone, Grace McNally, gelsen als eBook für 0 €

Genre: Urban Fantasy

Das ist der erste Teil von was auch immer und ich werde den zweiten Teil nicht lesen, außer es gibt ihn für 0 € und ich merke vor dem runterladen nicht, dass es der zweite Teil ist.

Waisenkind findet und verschluckt seltsamen Stein, wird von ihren Großeltern überraschend aufgenommen, kann sich durch den Stein jetzt in einen Gargoyle verwandeln, wird vom Militär gejagt, das diesen Stein haben will, um Supersoldaten zu züchten und flüchtet zu einem Professor, der früher bei dem Militärprojekt war und mit einigen Experimenten geflohen ist.
Im Verlauf des Buches kommen auch halbwegs unmotiviert noch Vampire dazu.

Hätte spannender sein können. Vielleicht hätte es dafür auch schon geholfen, wenn nicht ausnahmslos alle Leute, denen die Superheilungskräfte und Verwandlungsgeschichten auffallen, das einfach so hinnehmen würden. Ja, der Arzt will aus ihr ein Forschungsobjekt machen und die Dorfbevölkerung nennt sie dämonisch oder des Teufels, aber das auch auf eine so selbstverständliche Art, als ob ständig irgendwo Ausgeburten der Hölle herum liefen.

Man kann es mit der Suspension of Disbelief auch übertreiben.
Titel: Destiny, Aaron Mahnke
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:41:40
Destiny, Aaron Mahnke, gelesen als eBook für 0 €

Genre: Fantasy

In einer dunklen stürmischen Nacht kommen Fremde ins Haus, sie bekommt ein Kind und stirbt, er lädt dem Hausherren die Verantwortung für das Kind auf und verschwindet. Der Junge wächst auf, anders als die anderen Kinder, immer am schlechtesten behandelt, mit nur einem alten Schlüssel als Vermächtnis, findet irgendwann raus, dass er nicht der leibliche Sohn seiner „Eltern“ ist und verlässt mit einem fremden Ritter das Dorf.

Im Laufe der Geschichte kommt ein Drache, ne Hexe, ein Zwergenvolk, der Jäger des Königs, ein Waldgeist, eine geheime Bruderschaft und diverses andere dazu um eine Geschichte zu erzählen, die für diese Standard-Zutaten wirklich ganz nett ist - und auch wenn vieles schon vertraut ist, ist es doch schön zusammengestellt.

Am Ende gibt es die erwartete überraschende Wendung, der Junge tritt sein Erbe an und das Land frohlockt.
Leichte Kost, aber gut verträglich.
Titel: The Witch Lake Chronicles: the Dreamwalker, Lillian Bishop & Constance Williams
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:42:37
The Witch Lake Chronicles: the Dreamwalker, Lillian Bishop & Constance Williams, gelesen als, dreimal dürft ihr raten, eBook für 0 €

Genre: Urban Fantasy

Sam geht nach Jahren des Unterrichts zu Hause endlich wieder zur Schule. Er hat seinen Fluch, nachts in den Träumen der Menschen, die er kennt, aufzutauchen, halbwegs im Griff. Eigentlich wäre das nicht schlimm, aber alles, was ihm im Traum passiert, passiert ihm auch wirklich, und Träumer wehren sich gegen Eindringlinge …

Wieder in der Schule freundet Sam sich mit einem Geist und einem Werwolf an (der Werwolf ist erstaunlich wenig blöd), die ihm helfen, seinen Fluch als Gabe zu verstehen und zu nutzen.

So unternimmt er dann auch den versuch, der Ururur…enkelin seiner Geisterfreundin zu helfen, indem er in den Traum des Nekromanten eindringt, der sie töten will. Leider läuft das nicht ganz so, wie geplant.

Glaubwürdig erzählt, runde und doch kantige Charaktere in einer Welt, die von der unaufdringlichen Art der magischen Personen kaum etwas bemerkt und ich warte jetzt auf Teil 2, weil Teil 1 mich gut auf die Reise mitgenommen hat.
Titel: The Sword of Tulkar, J.P. Redman
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:43:22
The Sword of Tulkar, J.P. Redman, gelsen als eBook für 0 €

Genre: Völkerdingsbums

Man nehme einen Eingeborenenstamm mit Bronzewaffen der von Einwanderern mit Eisenwaffen umgebracht wird. Man nehme eine Häuptlingstochter die überlebt hat, ein besonderes Schwert bekommt und die Aufgabe, ihr Volk zu rächen. Man gebe dazu einen Ahnengeist, der sie unterweist und schwupps hat man die Geschichte.

Den ersten Teil.

Der zweite Teil besteht aus Gedichten und noch ner komischen Kurzgeschichte.

Hat mich nicht begeistert.
Titel: Mists of Dawn, Allan Hartley
Beitrag von: Jela am 2013-09-21, 12:48:53
Mists of Dawn, Allan Hartley

Genre: so weit hab ichs nicht gelesen

Es geht Teil 2 von irgendwas, es geht um Runenmagie und Leute, die mit ihren ungeborenen Töchtern reden und einer will dem anderen seine Lehrlinge und sein Wissen nehmen, denke ich. Im magischen Duell am Anfang wird immer gesagt, wer welche Rune vibriert, dann wird die Rune auch als Bild eingefügt und das ist eher technisch als spannend.

Wenn die Leute dann noch Namen haben wie Jakathorb, Raythoriz, Melkatees, Moraxthia und Nesfereta, dann hab ich keine Lust mehr. Das ist mir zu holperig zu lesen.

Vielleicht verpasse ich dadurch was, die Handlung schien durchaus komplex und nicht "schonmal gelesen".
Vielleicht nehme ich es mir irgendwann nochmal vor.
Titel: Frank Schätzing: Der Schwarm
Beitrag von: Jela am 2013-09-29, 17:58:19
Der Schwarm von Frank Schätzing, gelesen als Taschenbuch
Genre: Katastrophenbuch

Dieses Buch, das so nett anfing, mit einer Mischung aus mitnehmender Geschichte, unterschiedlichen Charakteren und wissenswerten Informationen über den Lebensraum Meer bekommt im Laufe des Lesens all die Dinge dazu, die ich in einem Buch wirklich nicht brauche:

Die Welt muss gerettet werden.
Darauf kann ich gar nicht. Wenn eine Geschichte dadurch spannend wird, dass sonst die Welt untergeht, dann packt es mich nicht. Ich mag kleinere Dramen, die ihre Spannung aus der Erzählung nehmen, nicht aus dem Weltuntergang.
Wer hingegen auf sowas steht ist hier gut aufgehoben.

Es wird eklig.
Am Anfang sterben auch Menschen, aber das ist eher distanziert, neutral, wenig berührend. Später werden dann Gliedmaßen oder halbe Körper abgebissen oder abgerissen und es wird gruselig, blutig und bäh.
Aber auch hier wieder, wer auf sowas steht, ist hier gut aufgehoben.

Klischeeabrechnung mit Amerikanern.
Das amerikanische Militär, insbesondere eine karriereversessene Dame, kommt schlecht weg. Brutale Tierversuche, die Einstellung "der amerikanische Weg ist der Einzige/Amerika ist die Welt", lieber töten als vertragen ... auch wenn nicht alle Amerikaner so dargestellt werden, wird doch klar, dass die Amis die Bösen sind.
Wer das genau so sieht, der wird das gerne lesen.

Ab der Hälfte etwa war das Buch nicht mehr wirklich was für mich, was bei schlappen 800 Seiten viel Rest übrig lässt.
Wer die Dinge, die mich stören, hingegen schätzt, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Der Erzählstil gefällt mir an sich gut. Nur der Inhalt war dann nicht mehr meins.
Titel: Kurzrezensionen
Beitrag von: Freddy am 2014-01-11, 14:23:27
Mal kein Roman sondern ein Sachbuch:

Weltraumtechnik für die Umwelt von Hans Barth

'Umwelt' hat in diesem Buch mehr als die übliche Bedeutung. Es geht auch um soziale, politische, technische ... Umwelt.
Der Autor zeigt an vielen Beispielen, wie Umweltprobleme durch Weltraumtechnik zu lösen sind.
Einige dieser Probleme sind offensichtlich nur auf diese Weise nachhaltig lösbar.
Der Autor denkt teilweise in sehr grossen Zeiträumen. Aber nirgends verliert er sich in Phantastereien.  :D